Makuladegeneration Spezialist in Wien | Dr. Seiller-Tarbuk

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die Makuladegeneration entwickelt sich meist schleichend. Anfangs bemerken Betroffene nur geringe Veränderungen und die Krankheit bleibt daher oft lange unbemerkt. Im Verlauf kann die zentrale Sehschärfe deutlich nachlassen. Ohne rechtzeitige Diagnose besteht die Gefahr einer bleibenden Sehverschlechterung.

Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt ermöglichen es, erste Anzeichen frühzeitig zu erkennen und mit einer gezielten Behandlung den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

Makuladegeneration - Definition

Was ist Makuladegeneration (AMD)?

Trockene Makuladegeneration – Frühstadium Feuchte Makuladegeneration – Spätstadium

Frühstadium – Trockene Makuladegeneration

Die trockene Makuladegeneration ist die häufigere Form dieser Netzhauterkrankung. Sie entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre.

Dabei lagern sich kleine Stoffwechselreste, die bei der Verarbeitung der Sehreize entstehen, im Bereich des schärfsten Sehens ab. Diese Ablagerungen stören die Versorgung der Sinneszellen und führen nach und nach zu einer Schädigung des empfindlichen Gewebes.

Der Verlauf ist oft langsam, sodass Betroffene anfangs kaum Veränderungen bemerken.

Spätstadium – Feuchte Makuladegeneration

Die feuchte Makuladegeneration tritt seltener auf, verläuft aber deutlich aggressiver. Ursache ist die Entstehung neuer Blutgefäße unter der Netzhaut. Diese Gefäße sind oft undicht und führen daher zu Blutungen und Schwellung der Netzhaut.

Im Gegensatz zur trockenen Form führen diese Blutungen zu einer plötzlichen Sehverschlechterung und müssen oft möglichst zeitnah behandelt werden.

Makuladegeneration – Erklärung Animation

Makuladegeneration - Risikofaktoren & Symptome

Wie erkennt man Makuladegeneration?

Makuladegeneration

Symptome

Frühe Symptome

Zu Beginn zeigen sich oft nur unscharfe Stellen im zentralen Blickfeld. Gerade Linien können leicht verzerrt erscheinen (Metamorphopsien) oder verschwimmen. Farben wirken weniger kräftig und feine Details sind schwerer zu erkennen.

Fortschreitende Symptome

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung nimmt die zentrale Sehschärfe weiter ab. Lesen, Autofahren oder das Erkennen von Gesichtern wird zunehmend erschwert. Viele Betroffene bemerken ein dunkles oder graues Areal in der Mitte des Sichtfeldes.

Spätstadium

Im Spätstadium kann es zu einem vollständigen Ausfall des zentralen Sehens kommen. Betroffene behalten zwar ihr seitliches Gesichtsfeld, sind aber in Alltagssituationen wie Lesen oder Arbeiten stark eingeschränkt.

Animation: So sieht man mit Makuladegeneration

Makuladegeneration

Risikofaktoren

Das Risiko, an einer Makuladegeneration zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an.

Neben dem Alter spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle, da die Erkrankung in manchen Familien gehäuft auftritt. Rauchen gilt als einer der stärksten beeinflussbaren Faktoren und verschlechtert die Durchblutung der Netzhaut. Auch Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Diabetes können die Entwicklung begünstigen.

Zusätzlich haben Menschen mit heller Haut- und Augenfarbe sowie starker UV-Belastung ein erhöhtes Risiko, im Laufe des Lebens eine Makuladegeneration zu entwickeln.

Empfehlung

Jährliche Kontrolluntersuchungen werden empfohlen:

  • Für alle ab 40 Jahren
  • Bei familiärer Vorbelastung
  • Bei Risikofaktoren

Trifft eines dieser Kriterien auf Sie zu?

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Makuladegeneration

Symptome

  • Lange beschwerdefrei
  • Verschwommenes Sehen
  • Verzerrte Linien
  • Veränderte Farbwahrnehmung
  • Schwierigkeiten beim Lesen
  • Grauer/dunkler Fleck im Blickfeld
  • Probleme bei schwachem Licht

Makuladegeneration

Risikofaktoren

  • 🚩 Alter
  • 🚩 Familiäre Vorbelastung
  • 🚩 Rauchen
  • 🚩 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 🚩 Diabetes
  • 🚩 Helle Haut- und Augenfarbe
  • 🚩 Intensive UV-Belastung

Makuladegeneration - Diagnostik

Untersuchungen bei Makuladegeneration:

Anamnese

Arztgespräch

Anamnese – Arztgespräch

Am Beginn einer Untersuchung zur Makuladegeneration steht ein ausführliches Gespräch. Dabei werden individuelle Risikofaktoren, bestehende Vorerkrankungen, Lebensgewohnheiten wie Rauchen oder Ernährung sowie aktuelle Sehstörungen erfasst. Auch familiäre Fälle von Makuladegeneration oder anderen Netzhauterkrankungen spielen eine wichtige Rolle.

Diese Angaben helfen, das persönliche Risiko besser einzuschätzen und die weiteren Untersuchungen gezielt zu planen.

Makuladegeneration - Therapie

Wie wird Makuladegeneration behandelt?

Nahrungsergänzung bei Makuladegeneration

Nahrungsergänzung

Bei der trockenen Makuladegeneration können spezielle Nahrungsergänzungsmittel das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Zum Einsatz kommen bestimmte Kombinationen aus Vitaminen, Zink und Antioxidantien. Wichtig ist eine konsequente Einnahme über längere Zeiträume.

IVOM Injektion bei feuchter Makuladegeneration

Spritzen (IVOM)

Die intravitreale Injektionstherapie (IVOM) ist die wichtigste Behandlung bei der feuchten Makuladegeneration. Dabei werden Wirkstoffe direkt in das Augeninnere eingebracht, die das Wachstum krankhafter Gefäße hemmen und Flüssigkeitseinlagerungen reduzieren. Die Behandlung erfolgt ambulant und ist gut verträglich.

Laserbehandlung bei Makuladegeneration

Laser

In speziellen Fällen können Laserbehandlungen oder die photodynamische Therapie (PDT) eingesetzt werden. Ziel ist es, undichte oder krankhafte Gefäße gezielt zu verschließen und damit das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Diese Verfahren stellen eine sinnvolle Ergänzung dar, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirksam sind.

Warten Sie nicht, bis Sie Schäden bemerken!

Mit moderner Bildgebung können selbst kleinste Veränderungen der Makula entdeckt werden. Je früher eine Makuladegeneration erkannt wird, desto besser ist die Prognose für Ihr Sehvermögen.

Jetzt Termin vereinbaren

Makuladegeneration - Leistungen

Angebot in meiner Ordination

1.

Vorsorgeuntersuchung

Makuladegeneration in Wien

Jährliche Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen eine frühest mögliche Diagnose, da frühe Veränderungen der Makula oft unbemerkt bleiben. In meiner Ordination in Wien stehen moderne Diagnoseverfahren zur Verfügung, mit denen selbst kleinste Veränderungen erkannt werden können.

Zur Basisdiagnostik zählen die Untersuchung des Augenhintergrunds mit der Spaltlampe, hochauflösende OCT-Bildgebung sowie einfache Funktionstests wie das Amsler-Gitter.

Ergänzend kann bei Bedarf eine Fluoreszenzangiografie durchgeführt werden, um krankhafte Gefäßveränderungen sichtbar zu machen.

Dr. Seiller-Tarbuk – Makuladegeneration Vorsorgeuntersuchung Wien
Dr. Seiller-Tarbuk – Makuladegeneration Verlaufskontrolle Wien
2.

Verlaufskontrolle

Makuladegeneration in Wien

Wurde bei Ihnen eine Makuladegeneration diagnostiziert, sind regelmäßige Kontrollen notwendig, um die Entwicklung der Erkrankung genau im Blick zu behalten. Dabei werden Veränderungen der Netzhaut mit OCT-Aufnahmen dokumentiert und der aktuelle Visus überprüft.

Besonders bei laufender IVOM-Therapie ist eine engmaschige Kontrolle entscheidend, um die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen und den optimalen Zeitpunkt für weitere Injektionen oder einen Therapiewechsel festzulegen.

So lässt sich der Krankheitsverlauf gezielt steuern und das Sehvermögen möglichst lange stabil halten.

3.

Behandlung

Makuladegeneration in Wien

Die Behandlung richtet sich nach der Form der Makuladegeneration. Bei der trockenen Form können Nahrungsergänzungsmittel das Fortschreiten verlangsamen. Bei der feuchten Form ist die intravitreale Injektionstherapie (IVOM) mit modernen Wirkstoffen der Goldstandard. Sie hemmt krankhafte Gefäßneubildungen und verbessert die Chancen, das Sehen langfristig zu erhalten.

In speziellen Fällen können zusätzlich Laser- oder photodynamische Therapien sinnvoll sein.

Alle Behandlungen erfolgen nach aktuellen internationalen Leitlinien und werden individuell auf Ihre Situation abgestimmt.

Dr. Seiller-Tarbuk – Makuladegeneration Behandlung Wien
Makuladegeneration – Ordination und Krankenhaus Barmherzige Brüder Wien

Ordination

Weintraubengasse

Individuelle Beratung

Modernste Ausstattung

  • Spaltlampenuntersuchung
  • OCT
  • Perimetrie
  • Applanationstonometrie

Fundierte Expertise

  • Langjährige Erfahrung
  • Bester Österreicher (European Board Exam 2024)
  • Stv. Leiter der Augenambulanz BBWien

Krankenhaus

Barmherzige Brüder Wien

Laserbehandlung

  • Laserkoagulation (ALK)
  • Photodynamische Therapie (PDT)

IVOM Therapie

  • Vabysmo
  • Lucentis
  • Eylea
  • Bevacizumab
  • Avastin

Netzhautambulanz

Makuladegeneration - Infomaterial

AMD - Zusätzliche Informationen

Häufige Fragen (FAQ)
Was ist eine Makuladegeneration (AMD)? +

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhautmitte (Makula) – jener Region, die für das scharfe Sehen, Lesen und Erkennen von Gesichtern verantwortlich ist. Dabei werden die lichtempfindlichen Zellen in diesem Bereich zunehmend geschädigt. Das periphere Sehen bleibt meist erhalten, das zentrale Sehen nimmt jedoch ab.

Was ist der Unterschied zwischen trockener und feuchter AMD? +

Bei der trockenen AMD lagern sich Stoffwechselprodukte (Drusen) unter der Netzhaut ab und führen langsam zu einem Absterben von Sehzellen. Sie verläuft meist schleichend über Jahre. Die feuchte AMD entsteht durch Wachstum neuer, undichter Blutgefäße, die Blutungen und Flüssigkeitsansammlungen verursachen. Sie ist seltener, schreitet aber viel schneller fort und erfordert rasches Handeln.

Welche Symptome deuten auf eine AMD hin? +

Typische frühe Warnsignale sind verzerrte gerade Linien (Metamorphopsien), unscharfe Stellen im zentralen Blickfeld, verblasste Farben und Schwierigkeiten beim Lesen. Im Verlauf entsteht ein grauer oder dunkler Fleck in der Bildmitte. Bei plötzlicher Sehverschlechterung oder neuen Verzerrungen sofort zum Augenarzt.

Wer ist besonders gefährdet? +

Das Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich. Weitere Risikofaktoren: familiäre Vorbelastung, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, helle Haut- und Augenfarbe sowie intensive UV-Belastung ohne Sonnenschutz.

Ab wann sollte man zur AMD-Vorsorge? +

Ab dem 40. Lebensjahr werden jährliche Kontrolluntersuchungen empfohlen – auch ohne Beschwerden. Bei familiärer Vorbelastung oder anderen Risikofaktoren sollten die Kontrollen früher beginnen. Bei bekannter AMD sind häufigere Abstände notwendig.

Was ist der Amsler-Gitter-Test? +

Der Amsler-Gitter-Test ist ein einfacher Heimtest: Man schaut mit einem Auge auf einen Mittelpunkt eines Gitternetzmusters. Erscheinen Linien verzerrt, wellig oder fehlen Bereiche, kann das ein Hinweis auf eine (sich verschlechternde) Makuladegeneration sein. Patienten mit bekannter AMD sollten diesen Test täglich durchführen und bei Veränderungen sofort den Arzt aufsuchen.

Wie wird eine AMD diagnostiziert? +

Die Diagnose erfolgt durch Kombination aus Spaltlampenuntersuchung des Augenhintergrunds, OCT (Goldstandard – hochauflösende Netzhautschichtaufnahme), Visusbestimmung, Amsler-Gitter sowie bei Bedarf Fluoreszenzangiographie (Darstellung der Gefäßveränderungen mit Kontrastmittel).

Ist AMD heilbar? +

Die AMD ist nicht heilbar, und bereits verlorene Sehzellen können sich nicht regenerieren. Mit einer frühzeitigen und konsequenten Behandlung lässt sich das Fortschreiten jedoch deutlich verlangsamen oder stoppen – das vorhandene Sehvermögen bleibt so möglichst lange erhalten.

Was ist eine IVOM-Therapie? +

Die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) ist die Standardtherapie bei feuchter AMD. Dabei werden Anti-VEGF-Wirkstoffe (z.B. Ranibizumab/Lucentis, Aflibercept/Eylea, Faricimab/Vabysmo) direkt in das Augeninnere injiziert. Sie hemmen das Wachstum krankhafter Gefäße. Der Eingriff dauert wenige Minuten und wird ambulant durchgeführt.

Wie oft muss ich Injektionen erhalten? +

Das hängt von der Aktivität der Erkrankung und dem verwendeten Wirkstoff ab. Zu Beginn sind oft monatliche Injektionen notwendig. Im Verlauf werden die Abstände je nach Ansprechen angepasst. Moderne Wirkstoffe wie Faricimab ermöglichen längere Behandlungsintervalle. Regelmäßige OCT-Kontrollen sind entscheidend für die Therapiesteuerung.

Was kann ich selbst tun, um meine Sehkraft zu schützen? +

Nichtrauchen ist der wichtigste eigenverantwortliche Schutzfaktor. Zusätzlich: UV-Schutz (Sonnenbrille), ausgewogene Ernährung (viel grünes Gemüse, Fisch, Antioxidantien), Blutdruckmanagement, regelmäßige Augenkontrolle und konsequente Einnahme empfohlener Nahrungsergänzungsmittel (AREDS-2-Formel bei intermediärer AMD).

Kann sich eine trockene in eine feuchte AMD umwandeln? +

Ja, das ist möglich – besonders bei fortgeschrittener trockener AMD. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen auch bei "nur" trockener AMD so wichtig. Der tägliche Amsler-Gitter-Test ermöglicht eine frühzeitige Erkennung einer solchen Umwandlung, die eine rasche Behandlung erfordert.

Wie häufig brauche ich Kontrollen bei bekannter AMD? +

Bei trockener AMD sind in der Regel halbjährliche bis jährliche Kontrollen ausreichend. Bei feuchter AMD und laufender IVOM-Therapie sind engmaschigere Kontrollen (alle 4–12 Wochen je nach Aktivität) notwendig. Die genauen Abstände werden individuell festgelegt.

Führt AMD zur Erblindung? +

AMD führt nicht zur vollständigen Erblindung, da das seitliche Gesichtsfeld erhalten bleibt. Allerdings kann der Verlust des zentralen Sehens die Lebensqualität erheblich einschränken. Mit rechtzeitiger Behandlung lässt sich bei der feuchten AMD das Sehvermögen in vielen Fällen stabilisieren oder sogar verbessern.